Samstag, 1. Oktober 2011

Heimflug

Wunderschönen Guten Morgen und Grütz Gott aus dem gar nebeligen München! Kostenloser Kaffee, Zeitungen und mehrere Raucherbereiche die nicht am Arsch der Welt sind, was will man mehr? OK, ein paar Steckdosen und kostenloses W-Lan wären auch nicht schlecht.
Die letzten beiden Tage in D.C. Haben mich ein bisschen mit der Woche versöhnt, der Freitag war relativ produktiv bei unserem Kurs und wie am Sonnabend hatte ich nicht NUR mit totalen Arschlöchern zu tun. Ist halt alles Glückssache, ne. Ich hab um 10:30 im Hotel ausgecheckt und war um 11:50 am Flughafen ganz gespannt, ob ich denn mein Gepäck loswerden würde. Siehe da, man kann bei United 6 Stunden vor Abflug einchecken, was genau hingehauen hat. Die Dame beim Check-In hatte dann Mitleid mit mir und hat mich auf einen Sitz am Gang umgebucht (ich nehme nie wieder Fensterplatz glaube ich) Das einzig blöde war nur, dass die da seit dem 11. September keine Schließfächer mehr haben, um mein Handgepäck loszuwerden, so musste ich das in den Bus ins Smithonian Air and Space Museum mitnehmen, dort hatten sie zum Glück welche, sogar kostenlos. Da das Ding, wie schon erwähnt, keinen Eintritt kostet und ich fast 4 Stunden Zeit hatte, habe ich mich erstmal für 45 Minuten und $9 in einen IMAX-Film über das Hubble-Teleskop gehockt, sehr beeindruckend. Danach dann Rundgang im Museum, Concorde und Enola Gay (das Flugzeug, das die Atombombe über Hiroshima abgeworfen hat plus Spaceshuttle waren die großen Highlights da. Ein bisschen doof war, dass das Shuttle, was die da hatten, die Enterprise war, die eigentlich nie im All war sondern nur für Trainingsflüge in der Atmosphäre genutzt wurde, aber sei es drum. Was mich richtig überrascht hat, war die ungeheure Menge an Wunderwaffen aus dem 3. Reich, den die da angehäuft haben. Nun ja, kein Wunder, haben ja nach 45 alles mitgenommen. Raketen in allen möglichen Ausführungen, Düsenjäger, von denen ich noch nie was gehört hatte, sehr cool.
Im Flugzeug, das übrigens pünktlich war, habe ich dann nach einer Weile festgestellt, dass die gute Frau mich in die Economy-Plus Abteilung gebucht hatte, ich hoffe, ohne Aufpreis, ich hab da jedenfalls nichts von gehört. Sind zwar nur ungefähr 5 cm mehr Beinfreiheit, aber die machen wirklich einen Unterschied aus, wenn man so lang ist wie ich. Ich glaube, das nächste Mal bezahlöe ich die $150 extra dafür. Das Flugzeug war eine Boeing 777, viel moderner als das auf dem Hinflug. Man konnte sich sein Fernsehprogramm selber zusammenstellen und auch mal Pause drücken, wenn man aufs Klo musste. Hab mir „Super 8“ und „Hangover“ reingezogen, beide nicht besonders neu, aber gut. Schlafen konnte ich natürlich keine Sekunde, entweder es gab Turbulenzen oder irgendein Hirni hat einen Hustenanfall bekommen. Egal, ich werde meinem Körper einreden, dass ich gut geschlafen habe und erst heute Abend ins Bett gehen, vielleicht komme ich so über den Jetlag schneller hinweg.

Donnerstag, 29. September 2011

Washington, D.C.

Hier an der Ostküste kamen erstmal Heimatgefühle auf, zum einen durch die vertraute Landschaft mit leicht herbstlich gefärbten Bäumen, zum anderen durch die zwei Bundeswehrflugzeuge und den Regierungsflieger, an denen mein Flugzeug auf dem Weg zum Gate vorbeigerollt ist. War wohl der Schäuble an Bord, der zur IWF-Tagung in der Stadt war.
Dass in dieser Stadt ein Großteil der Leute totale Arschlöcher zu sein scheinen, ist auch eine gute Vorbereitung auf zu Hause, auf die ich allerdings gerne verzichtet hätte. Jetzt ist mir auch klar, wo das die Leute herhaben, mit denen ich mich in Berlin herumschlagen darf, vielen Dank. Die ganze Stadt scheint voller negativer Energie zu sein.
Das Hotel, in dem ich hier übernachten muss, ist auch ein absoluter Witz, $211 (OK, zahle ich ja nicht selber, trotzdem) plus Steuern die Nacht, dafür kann man die Klima nachts nicht anlassen, zu laut, und das Fenster nicht aufmachen, da die ganze Nacht Flugzeuge ca. 30 Meter über den Dächern einschweben. Die fliegen allerdings nicht zum internationalen Flughafen Dulles (der ist fast 50km entfernt) sondern zum nationalen Flughafen Reagan. Auch über der Innenstadt und Obamas Hütte herrscht reger Flugverkehr, bekloppt.
Über meinen Kurs zu schreiben, erspare ich euch mal, da lasse ich nur die spannenden Bilder sprechen. Ansonsten war bisher jeden Abend saufen mit den anderen Teilnehmern angesagt, sehr anstrengend. Gestern Nachmittag kurz Sightseeing in der Stadt, heute bin ich mal zum Arlington Friedhof und zum Pentagon gefahren (ist hier gleich um die Ecke) Ansonsten zähle ich die Stunden! Mein Flug geht am Sonnabend um 17:50, da werde ich morgens auschecken und mir dann das Smithonian-Museum am Flughafen reinziehen, da gibt es ein Spaceshuttle und die Concorde zu sehen (und es ist kostenlos, das muss man dieser Hauptstadt lassen)

Montag, 26. September 2011

Leaving Las Vegas...

...finally. ;-)
Ich werde mich jetzt nicht beschweren, denn ich wusste ja im groben, was mich erwartet, aber wirklich traurig war ich bei der Abreise auch nicht. Zeit für ein Fazit nach einer Woche in Sin City.
Sehr angenehm war, dass man auch mal auf der Straße ein Bierchen trinken konnte, ohne doof angemacht zu werden oder einen Strafzettel zu riskieren. Natürlich sind auch die Möglichkeiten zu Pokern fast unerschöpflich, ich war nur in einem Bruchteil der Casinos. Um alle mal zu spielen, hätte es sicher 2 Wochen gebraucht. Auch die Unterhaltungsmöglichkeiten (fuer Erwachsene) sind reichhaltig, obwohl ich davon doch keinen Gebrauch gemacht habe. Die Hotelpreise sind, zumindest unter der Woche, auch für 4-5 Sterne Hotels sehr erschwinglich.
Kommen wir zu den negativen Seiten. Erstmal das Wetter, ähnlich wie Palm Springs furz-trockenes Wüstenklima mit 40 Grad im Schatten tagsüber. Sobald man rausging, trocknete man aus wie eine Backkartoffel., ich musste mir sogar Augentropfen kaufen, sonst hätte ich es gar nicht mehr ausgehalten. Drinnen war es auch nicht viel besser, dort war es zwar kühl aber genauso trocken. Dann war es tierisch anstrengend, sich von Punkt A zu Punkt B zu bewegen. Laufen wäre zwar theoretisch drin gewesen (haben die beiden aus Bayern mangels Auto auch gemacht) aber trotzdem auf der Karte alles so nah aussieht, ist man wirklich lange unterwegs, und ich rede jetzt nicht davon, vom Strip nach Downtown zu laufen. Ausserdem war tagsüber alles verstopft mit fetten Touristen, nachts mit besoffenen Touristen. Zum Glück hatte ich mein Auto bis zur Abreise behalten, das war goldrichtig. Es war zwar auch so nicht so einfach und hat ewig gedauert, aber man saß wenigstens im kühlen Auto! :-) Das blöde ist, dass die Casinos am Strip zwar alle kostenlose Parkplätze haben, aber von da ins Casino zu kommen und vor allem wieder den Weg zurück zu finden (natürlich haben die kein Interesse, den Weg zum Ausgang großartig auszuschildern...) kann einen schon wirklich zur Verzweiflung treiben. Beim ersten Mal hatte ich zum Beispiel das Parkhaus vom Aria nicht gefunden und nebenan im Cosmopolitan geparkt (das ist das von der Deutschen Bank) Die haben zwar ein vorbildliches Parkleitsystem (jeder Parkplatz ist mit Bewegungssensoren ausgerüstet, die ein Licht auf rot oder grün schalten) aber dafür hat die deutsche Ingenieurskunst die Abluftdüsen der Klimaanlage in die Garage verlegt. Das waren da ungelogen 60 Grad drin, weiß nicht, was die sich dabei gedacht haben. Vermutlich war ihnen nicht bewusst, dass Autos von Menschen gelenkt werden, die dann auch mal aussteigen müssen??
Ich habe auch einmal halbherzig versucht, ein bisschen Sightseeing zu betreiben (halt den Strip rauf und runter zu laufen und sich die Hotels alle reinzuziehen, was eben die meisten Touris da machen) aber das habe ich nach einer Stunde wieder aufgegeben, zu anstrengend und irgendwie war ich auch gesättigt von drei Wochen Sightseeing in Kalifornien. Außerdem macht mich diese unechte Disneylandscheiße irgendwie eher depressiv, ehrlich gesagt. Also wenn ihr darauf auch nicht steht und nicht gerade eine Konferenz, ein Konzert oder einen Casinobesuch im Sinn habt, dann könnt ihr euch Vegas fast schenken, meiner Meinung nach. So toll is dat alles nich, wa. Nightlife soll ja auch extrem teuer sein und ist bestimmt auch sehr anstrengend, mit all den betrunkenen Pfeifen, die gerade die Nacht ihres Lebens erleben müssen (so sahen die jedenfalls meistens aus...)
Neenee. Was mir dann richtig die Laune verhagelt hat, war, dass ich in keinem einzigen Turnier ins Geld gekommen bin. Natürlich ist daran die Varianz (so nennen Pokerspieler das Pech) und meine Unfähigkeit, nicht Las Vegas schuld. Aber trotzdem hätte ein Cash meine Laune bestimmt gehoben. Ich habe, ausser den bereits erwähnten, noch zwei Turniere im Venetian, eines im Aria und ein richtig großes im The New Orleans gespielt. Einzelheiten erspare ich euch aber mal, habe ich mir auch schon weggetrunken. Am letzten Tag habe ich dann fast 7h (es soll wohl geregnet haben, hab ich nicht mitbekommen) im Aria und Bellagio am Cashgametisch gesessen und konnte die Verluste ein bisschen eindämmen, aber -$300 ist wirklich nicht nett. :-(
Wenigstens die Abreise hat wie am Schnürchen geklappt, 7:10 zum Flughafen gefahren, Auto abgegeben, 9:30 Abflug, 10:00 Umsteigen in Denver (Flugsteige gleich nebeneinander, ich bin nur aufs Klo gegangen, um eine zu rauchen), 15:20 (18:20 Ortszeit) Ankunft in Dulles International. Ich hab dann den Bus genommen, ich altes Sparschwein. Will diesen Taxifahrern halt nichts schenken, auch nicht in fremden Ländern! :-) Heute morgen war es etwas blöd, um umgerechnet 3:30 aufzustehen, aber das habe ich auch geschafft. Allles weitere demnächst!

Freitag, 23. September 2011

Lake Mead und Hoover Damm

Also das Planet Hollywood Casino kann mich mal kreuzweise. Ich bin Mittwochabend runter und wollte mich auf die Warteliste eintragen lassen, da meinten die, dass ich meinen PASSPORT holen muss, sonst ginge das nicht. Das war in bisher keinem Casino der Fall, ich war auch zu faul, den extra aus dem Zimmer zu holen, also ist das Ding für mich gestorben. Ist ja nicht so, dass man hier keine Alternativen hätte... Bin dann ins Bellagio, vorher natürlich noch den berühmten Springbrunnen fotografiert. Dor lief es dann nicht so gut, bei 2/5$ NLHE minus $80. Ich wollte eigentlich bleiben, bis ich wieder auf null bin, aber da kam so ein besoffener Idiot, der nur rumgekräht hat (angeblich aus Kanada) den ich zu anstrengend fand zu später Stunde.
Hoover-Damm und Lake Mead haben wir dann an zwei Tagen gemacht, weil die Führung im Damm zu lange gedauert hat und wir beim See kein Boot mehr mieten konnten. Der Damm war schon beeindruckend zu sehen, aber man wurde schon mit Infos überflutet, bei mir hängengeblieben ist zum Beispiel, dass es ohne externe Kühlung 100 Jahre gedauert hätte, bis der Beton abgekühlt wäre (also noch ca. 15 Jahre...) Natürlich ein unglaubliches Beispiel für den amerikanischen Erfindergeist und so weiter und so fort.
Das Bootfahren hat unglaublich Spaß gemacht, 185 PS, ca 65 km/h Spitze - sowas werde ich wohl so bald nicht wieder steuern dürfen. Wir wollten eigentlich auch nochmal bis zum Staudamm fahren, aber dieser See ist soo groß, dass wir uns mehr auf unser Wakeboardingversuche konzentriert haben. Bei dem einen lief es ganz gut, ich habe es gegen Ende der 3 Stunden auch mal aus dem Wasser geschafft, aber leider nicht für lange... ;-) Waren ja auch "nur" 3 Stunden, die uns pro Nase $90 gekostet haben, völlig in Ordnung.
Gestern Abend habe ich dann mal wieder ein Turnier im Aria probiert, leider als 10. raus. Wieder $125 im Orkus, vielleicht sollte ich mehr Cash-Game spielen, da läuft es besser. Beim Turnier war auch ein widerlicher  besoffener Vollidiot, leider kann man da nicht einfach aufstehen oder den Tisch wechseln, so musste ich zum ersten Mal mit Kopfhörer und Sonnenbrille spielen, um es etwas erträglicher zu machen.
Nach dem Turnier habe ich mich noch am Pot Limit Omaha 1/3$ eingekauft. Irgendwann hat jemand meinen Nachbarn zur rechten gefragt, ob er ein Foto mit ihm machen würde, was er auch tat. Habe meinen Nachbarn zur linken gefragt, ob der irgendwie berühmt ist (ich kannte ihn nicht) worauf er mir sagte, es wäre wohl ein ehemaliger Baseballspieler. Ich habe dann auf die Playerscard geschielt und seinen Namen gegoogelt, scheint so, als wäre das der Franz Beckenbauer der USA. Ich habe aber nicht für ein Foto angefragt... ;-) Bei Wikipedia steht, dass er ein professioneller Pokerspieler wäre. Zumindest beim PLO hat er aber ganz schön gegambelt, hat sich die ersten 10 Minuten am Tisch dreimal für $500 eingekauft mit ziemlich zweifelhaften Händen. Nun ja, s trifft ja keinen Armen, leider konnte ihc von ihm nicht profitieren (er musste dann an einen anderen Tisch umziehen) aber auch so konnte ich nach einer Stunde mit plus $193 nach Hause gehen, also wieder eine leicht positive Tagesbilanz.

Mittwoch, 21. September 2011

Poker im Venetian

Bei der Münzwäscherei gab es natürlich kein Poker, um sich die Wartezeit zu vertreiben, dafür aber ein schräges mexikanisches Einkaufszentrum mit exotischen Läden zum billigen Kurs. Ich hab mir erstmal für 7$ eine Tasche gekauft, die als zusätzliches kostenloses Handgepäck bei United durchgehen sollte, um meine ganzen Erwerbungen zu transportieren. Dann gab es noch eine Pizza mit Softdrink für 5$. Die halbe Stunde, die die Wäsche im Trockner rotiert ist habe ich genutzt mit dem Versuch, mein Bodyboard im Pawn-Shop (Leihhaus) zu Geld zu machen, haben sie mir natürlich nicht abgenommen. Naja, wird es eben doch gespendet oder im Notfall einfach auf der Straße stehen gelassen.
Nachmittags habe ich mich mit den beiden in einem Outlet im Süden der Stadt getroffen, hab aber nur Souvenirs und einen Ripcurl-Pullover gekauft. Für $10.80 konnte ich da trotz Platzproblemen nicht zurückhalten. Jetzt ist aber wirklich Schluss mit dem Einkaufen, das einzige ist noch eine Jeans vom Walmart.
Jetzt noch eine kurze Anmerkung an die werte Leserschaft: Ich werde im folgenden und auch die nächsten Tage ziemlich detailliert über Poker schreiben, weil ich dafür hauptsächlich hier bin. Ich bin mir bewusst, dass das nur einen Bruchteil von euch interessiert und nur ein noch kleinerer Teil das versteht. :-) Das ist mir aber wurscht, ich schreibe diesen Blog auch als mein Tagebuch, da müsst ihr also durch oder es eben überlesen.
Abends habe ich mich im Venetian für das $150 Holdem Turnier um 19:00 eingekauft. Ich hatte noch ein bisschen Zeit und hab mir den Wahnsinn da ein bisschen reingezogen, Gondeln auf gechlortem Schwimmbadwasser mi O Sole Mio und so weiter. Kitschiger gehts ja kaum, scheint den Leuten aber zu gefallen.
Das Turnier war wirklich gut, lustiger Tisch und auch eine gute Struktur. Ich hab es mal gewagt (war ja mit dem Auto unterwegs) und bei der Waitress nach Bier und Coke einen Cocktail bestellt (Wodka Redbull) und war echt geplättet. Man soll mal nicht glauben, dass die da panschen, weil man nichts dafür bezahlt, das war der stärkste, den ich je getrunken habe. Schmeckte wie zwei Teile Wodka auf einen Teil Redbull. Dadurch wurde es natürlich noch lustiger am Tisch, ich hab mich aber dann an Coke gehalten. Ist nicht gut fürs Spiel, wenn man zu betrunken ist (natürlich wollen die das nur, ist ja Sinn der kostenlosen Drinks) Ich hab mich ganz gut geschlagen, bin dann aber um 23:00 als 32. (von 109) natürlich vor dem Geld mit 88<K9 gescheitert. Ich hatte beim Spielen schon gehört, dass ein Pot Limit Omaha H/L mit 1/2$ laufen sollte, also habe ich mich da gleich mal eingekauft. Irgendwie habe ich aber nicht richtig aufgepasst, ich wurde das erste Mal stutzig, als es hieß, das Min Buy in wäre $200. Stellte sich dann raus, dass bie Blinds zwar 1/2$, die Minimum Bet aber $5 waren, schöne Verarsche. Die nächste Überraschung war, dass es 5-Card-Omaha war, man bekam also statt der üblichen vier fünf Karten auf die Hand. Ich wusste bis dato gar nich, dass es sowas gibt. War auch ziemlich ätzend, schon die vier Karten sind live ziemlich schwierig zu handeln. Ich bin aber sitzen geblieben (wenn man schonmal da ist...) und bekam dann nach einer halben Stunde zwei Könige und schlechte Low-Karten auf die Hand, der Flop brachte mir den dritten König und zwei Low Karten in Kreuz. Zwei andere waren noch dabei, der links von mir machte einen Pot-Raise, den ich dann Pot-reraisen wollte, worauf mir der Dealer nach kurzem Blick auf meine Chips dann eröffnete, dass ich damit mit meinen $280 all-in wäre. Gut, dann bin ich das eben! :-) Der andere hat auch gecallt und hat dann angefragt, ob ich  mit Run it twice einverstanden wäre. Da legt der Dealer nicht zwei weitere Karten sondern vier, die wie zwei seperate Hände gewertet werden mit jeweils der Hälfte des Pots gespielt werden. Ich habe eine Weile überlegt, dann aber zugestimmt. Das hätte ich mal sein lassen sollen, denn die Haupthand habe ich alleine gewonnen, da gab es dann den Flush für den einen, aber auch das Full House für mich und keine Low Hand. Die andere Hand haben sich die beiden geteilt. Ohne Run it twice hätte ich mal eben verdreifacht, aber naja. Kurz danach gab es dann noch eine fast 20 min lange Diskussion mit dem Dealer und zwei Floormen um die Verteilung eines Pots, die mir dann so auf den Senkel gegangen ist, dass ich mich mit meinen $138 plus verdrückt habe. Somit war ich den Abend nur $12 in den miesen, das geht in Ordnung.
Heute waren wir am Lake Mead und am Hoover Damm, darüber schreibe ich aber morgen erst, da wir auf Grund ungünstiger Umstände morgen noch einmal hinfahren. Danach noch ein kurzer Abstecher nach Downtown (Freemiont Street) was quasi das alte Las Vegas ist. Viel billiger als hier am Strip, aber auch ziemlich runtergekommen und noch nerviger. Fahr ich aber bestimmt noch einmal hin, da waren ein paar Stripclubs, die ganz gut aussahen. Jetzt geht es mal in das Casino hier im Hotel (meine Rechnung reduzieren) und dann wahrscheinlich ins Aria.

Dienstag, 20. September 2011

Joshua Tree Nationalpark, Fahrt nach Vegas

Mein eigentlicher Plan war, den Park von Süden aus einmal komplett zu durchfahren, leider gab es da aber wohl einen Erdrutsch durch starke Regenfälle letzte Woche und die Straße war gesperrt. Zum Glück hatte ich das vorher auf der Webseite des Nationalparks gesehen, sodass ich mir den Weg gespart habe. Ich bin dann von Norden über Joshua Tree reingefahren und bei 29 Palms wieder raus. Das hat, mit Fotostopps und Abstecher auf den Berg nach Keys View, auch fast drei Stunden gedauert, obwohl ich mehr oder weniger nur durchgerast bin. Leider habe ich keine Wüstenschildkröte (sind auch sehr selten) gesehen, sondern nur ein paar Hoppelhasen, irgendwelche anderen Nager und die üblichen Eidechsen. Und die Joshua-Trees sind auch keine Bäume sondern eine Art Yucca-Palme, nur dass ihr Bescheid wisst!
Eine ziemlich lustige Situation gab es bei den Jumbo Rocks, ich war etwas auf einem Pfad, der laut Schild zum Skull-Rock (Totenschädelfelsen) führen sollte gelaufen, aber nach 500m wieder umgekehrt, weil mir die 1,8 Meilen hin und zurück zu lang waren. Da kam dann so eine Flitzpiepe im gemieteten Rolls Royce vorgefahren (so 25, Typ Papa zahlt) und bricht sich tierisch einen ab, mich zu fragen, wie weit es denn bis zu dem Felsen wäre. Ich hörte mir das geduldig lächelnd an (war das schlimmste Englisch, was ich je gehört habe) und hab ihm dann auf deutsch geantwortet, dass es so gute 3km wären. Er wollte da nicht hinlaufen, aber seine Freundin und so hat er sich gebeugt. Ich bin dann wieder ins Auto und die Hauptstrasse weitergefhren, und wo kommt man wohl nach ein paar Minuten vorbei? Genau, am Skull Rock, haha. Ich hab da noch zwei Leute aus Bremen getroffen und ein bisschen gequatscht (ihnen auch die Story mit Herrn Rolls Royce erzählt) als dann nach einer guten Viertelstunde Papas Liebling wieder vor mir stand. Ach, was musste ich grinsen. Hab ihm gesagt, das ich das nicht wusste (stimmte ja auch) Wenn er nicht so ein Würstchen gewesen wäre, hätte ich ihn auch die 5 Minuten zurück zu seinem Scheiß Royce gefahren, aber so habe ich die beiden da stehen lassen. Vielleicht sind sie jetzt tot, Wasser hatten sie nämlich nicht dabei. ;-)
Um 14:00 habe ich mich dann endlich auf den Weg nach Vegas gemacht, das Navi meinte, dass ich so um 17:30 da wäre. Am Ortsausgang von 29 Palms standen in der Wüste lauter komische Hütten und Trailer, ich frag mich, wie man da leben kann. Strom werden sie wohl haben, aber Wasser?
Jedenfalls war das die mir Abstand langweiligste Autofahrt meines Lebens, bis auf die letzten 60 km Freeway bin ich nur auf fast schnurgeraden Landstraßen durch die Mojave-Wüste gefahren. Ich hab dann das Limit von 55 mph etwas großzügiger ausgelegt, um mal überhaupt anzukommen. Kann mir kaum vorstellen, dass die Bullen da messen, bei einem Auto die Stunde oder was da langfährt, hatte auch Glück. Dazu kam noch, dass irgendwann nur noch ein Christensender im Radio kam (haben die ganze Zeit Bibelverse vorgelesen) und später gar kein Sender mehr. Handyempfang natürlich sowieso nicht. Bei den zwei Pausen, die ich eingelegt habe, ist mir die extreme Stille aufgefallen, alles was man hört ist der Tinitus, sonst nix. Ich hab auf jeden Fall erstmal genug Wüste für die nächsten 10 Jahre gesehen. Ich hab immer nur gehoff, dass das Auto anspringt und mir kein Reifen platzt! :-)
Auf dem Freeway hab ich dann in Primm eine kleine Rast bei Carl's Junior eingelegt (Guacamole-Bacon Burger, lecker!) Vorher gab es keine Gelegenheit, zum Glück hatte ich noch Kekse eingekauft, von denen ich mich ernährt habe. Im Hotel habe ich dann gegen 18:00 eingecheckt, habe an der Rezeption nett nachgefragt und ein Zimmer im 26. Stock mit Blick aufs MGM Grand bekommen, sehr nett. Das Zimmer ist super ausgestattet, Küche, Geschirrspüler (kann ich Geld sparen und auch gut frühstücken) aber die Sauberkeit lässt schon zu wünschen übrig. Aber wer mich kennt, der weiß ja, dass ich das nicht so eng sehe...  Was aber richtig enttäuschend ist, ist dass die Wände hier dünn wie Papier sind. Die Putzfrau war im Zimmer nebenan zugange, als ich ankam und ich hab alles gehört. Ich hab sie dann drauf angesprochen, da meinte sie nur, ich hätte noch Glück, dass die Suite auf der anderen Seite meines Zimmers noch leer ist, da ist normalerweise immer Party bis 4 Uhr nachts mit lauter Musik. Naja, die Nacht war ruhig, mal sehen, was die nächsten bringen. Ich will hier meinen Rhythmus sowieso ein bisschen in die Nacht verschieben, bisher bin ich immer um ungefähr Mitternacht ins Bett und um 7:00 aufgewacht. Das war bisher sehr gut, für Vegas aber eher unpraktisch.
Abends bin ich noch mit den Simon und Niklas einkaufen gefahren (die sind im Hilton abgestiegen, was ein Scheiß) und hab den Pokerroom in Wynn  eine Stunde ausprobiert. Bei 1$/3$ NLHE +$30, habe glaube ich eine Hand gespielt, aber das tighte Spiel zahöt sich aus bisher, warum soll ich das ändern. Um 03:00 war ich dann im Bett.
Über Vegas selber kann ich noch keine Einschätzung abgeben, aber was mir aufgefallen ist, wie unglaublich aufgebrezelt hier alle rumrennen. Das ist verständlich, wenn man in einen der Clubs hier will, kommt man mit Sneakern nicht rein, aber ob die alle am Montagabend in den Club wollten, ich glaub ja nicht. Am besten waren die beiden deutschen Chicks im Fahrstuhl in so völlig nuttigen Minikleidern mit den albernen Minihandtäschchen in der Hand. Ich war gerade runtergefahren, um Simon&Niklas abzuholen, da wir bei mir die erste Folge von Two and a half man mit Ashton Kutcher sehen wollten (das war übrigens ziemlicher Mist, Kutcher wird da als so eine Art Anti-Charlie eingeführt, gutaussehend aber schüchtern, der trotzdem alle Weiber kriegt. Der Typ ist aber ein so schlechter Schauspieler, dass man ihm nicht einmal abnimmt, wenn er einen Betrunkenen spielt. Das hat Sheen schon besser draufgehabt. Meine Prognose: Letzte Staffel) Jedenfalls hatte ich mir nur ne shorts übergeworfen und hatte aber LANGE (wie furchtbar!) Socken und Sneaker dazu an. Das konnten die beiden natürlich nicht unkommentiert lassen ("Typisch deutsch, haha!") Ich hätte denen am liebsten gesagt, dass ihr Outfit wirklich toll aussieht, aber sie aufpassen müssen, dass ihnen die Typen am Morgen kein Geld auf dem Nachttisch liegenlassen für ihre Dienste, aber ich bin zu gut erzogen und hab das dann einfach nur veratmet... :-)
Heute morgen war ich im Fitnesscenter (schwitz) und bin im Pool ein paar Bahnen geschwommen. Der ist zwar flach und auch nicht dafür gedacht, dass man da Sport macht (eher säuft und Party macht) aber er es bestimmt 50m lang, ging also.
Jetzt geh ich erstmal in den Münzwaschsalon (ich hoffe, da kann man Pokern wärend die Wäsche wäscht ;-)) und dann wollten wir auf den Stratosphere-Tower, bisschen Karussel fahren.

Sonntag, 18. September 2011

Abschied von San Diego :-(

Heute am Sonntagabend in Palm Springs bin ich schon ein bisschen wehmütig. Nicht nur San Diego musste ich Good Bye sagen, auch meinen Kumpel den Pazifik werde ich wohl so bald nicht mehr wiedersehen. Trotzdem ich jetzt noch eine Woche in Las Vegas habe, merke ich doch, dass sich die gute Zeit dem Ende zuneigt. :-(
Die Flasche Weißwein, die ich gerade gekillt habe, war wahrscheinlich auch nicht gerade hiflreich, um die Melancholie zu vertreiben...
Jedenfalls habe ich noch versucht, das beste aus den beiden letzten Tagen in "America's finest City" zu machen und bin am Sonnabend Morgen noch einmal nach La Jolla gefahren um zu boarden. Die haben ja eine reizvolle Steilküste da, die hat nur den Nachteil, dass man da erst einmal runter und auch wieder rauf muss. Ich habe bei einem kleinen Pfad, wo die ganzen Surfer runter sind, mein Auto geparkt. Ich hatte noch einen gefragt, der gerade wieder hochgelaufen kam, ob es denn weit bis zu Strand sei. So 10 Minuten, meinte er, was vielleicht auch stimmte, aber als Ungeübter ein ausgetrocknetes Bachbett inklusive Kletterpassagen über Holzbalken herunterzuklettern (mit Board und zwei Taschen wohlgemerkt) muss ich auch noch nicht noch einmal haben. Ich habe mal ein Foto vom Strand aus gemacht, was vielleicht einen kleinen Eindruck gibt:
(Ganz oben steht auch noch eine geile Villa, die sieht man aber nur, wenn man im Wasser ist, konnte also kein Foto machen. Sah ähnlich aus wie die von Steven Spielberg) Ich bin nicht nur einmal um ein Haar abgeschmiert, sonder sah natürlich auch aus wie eine Sau, durch den ganzen feuchten Lehm und so weiter. Egal, am Strand angekommen hatte ich eine der schönsten Sessions bisher, keine Ahnung ob das daran lag, dass die Wellen etwas kleiner waren oder ob das durch die Übung kam, die ich mittlerweile hatte, aber es hat einen Heidenspaß gemacht.
Irgendwann gegen Mittag hat sich dann der Hunger gemeldet und so habe ich mich auf den Weg zurück zum Auto gemacht. Da ich den Abenteuerpfad auf gar keinen Fall wieder rauf nehmen wollte, bin ich ein Stück den Strand runter zu einem anderen Weg mit Treppen, war trotzdem noch saumäßig anstrengend. Das schlimmste war, dass ich, erstmal oben angekommen, einen 3 km Umweg zum Auto laufen musste, weil die ganzen reichen Pisser natürlich fast alles als Privatweg mit Code-Schlössern deklariert hatten. (La Jolla ist wohl unter den Top 3 der teuersten Immobilien in den USA) Mann, was habe ich diese Kapitalisten verflucht. Am liebsten hätte ich denen in den Vorgarten geschissen, aber ich musste gerade nicht. ;-)
Endlich wieder im Hotel angekommen, habe ich erstmal 2 Stündchen Mittagsschlaf gemacht, so fertig war ich. Um 16:00 hab ich mich dann doch noch mal aufgerafft und bin zur Mission Bay gefahren, da fand an diesem Wochenende ein Speedbootrennen statt. Natürlch hatte ich keinen Bock, die $20 Eintritt zu löhnen, sodass die Bilder über den Zaun etwas wacklig geworden sind, aber trotzdem eine ganz nette Sache:

Anschliessend wollte ich mir noch die Kentucky BBQ Bar in San Diego reinziehen, da wurde wohl Top Gun gedreht. Ich kann mich zwar kaum an den Film erinnern, die Spare Ribs waren aber auch so eine der besten, die ich jemals hatte.
Abends bin ich dann noch zum Viejas- Casino nach Alpine gefahren (ist so 40 Meilen von San Diego weg, war eine Empfehlung von dem Typen an der Rezeption im Hotel) Leider habe ich das Turnier um 15 Minuten verpasst, hatte irgendwie die Zeit verpeilt, aber Cashgame war auch gut (+30$) und den Boxkampf zu sehen, war auch nicht zu verachten. (Ich habe später gehört, dass dafür $60 im Pay-per-View fällig waren, ganz schön viel für 3 Runden! :-))
Auf dem Weg nach Hause bin ich dann, wie in LA auch, wieder in einen kleinen Stau geraten, diesmal durch einen Unfall verursacht. Ich hab mal ein kleines Gaffervideo gemacht:


Sonntags habe ich gleich früh aus dem Hotel ausgecheckt und bin auch gleich zum Strand. Erst bei mir in Pacific Beach, das war aber doof, dann auf dem Weg nach PS in Carlsbad, das war etwas besser. Leider hat sich die Sonne, bis ich um 13:00 weiter bin, auch hinter den Wolken veresteckt, so dass ich kaum braun werden konnte. ;-) Auf dem Weg nach PS musste ich natürlich in NOCH einem Indianerkasino anhalten, diesmal bei den Morongos. Bin nach knapp zwei Stunden mit 96$ plus aufgestanden, ich wäre noch länger geblieben, aber da ich wieder den Pullover vergessen hatte, war ich schon fast zum Eisblock geworden und hab es nicht mehr ausgehalten. In Vegas muss ich da unbedingt dran denkne, den zum Spielen mitzumehmen. Kann man bei 40 Grad Aussentemperatur schon mal vergessen, nicht wahr. Nett war auch, dass die Morongos eine eigene Tankstelle haben, $3,79 die Gallone war bisher glaube ich das billisgte Benzin hier. :-)

Baseball San Diego Padres VS. Arizona Diamond Backs 2:0

Bevor ich zum eigentlichen Spiel am Freitagabend komme noch ein kurzer Abriss der Aktivitäten des Tages: Morgens bin ich erstmal joggen gegangen, weil ich trotz Waage das Gefühl habe, ein paar Kilo draufgepackt zu haben. Da bin ich dann gleich beim Thrift Store vorbeigelaufen, um zu gucken, ob der Sonntag auf hat, weil ich da meine alten Klamotten und das Board abgeben wollte. (Er hätte offen gehabt, hab die Sachen aber trotzdem noch bei mir. In Las Vegas wird es ja auch einen geben...) Ich hab mit dem Typen da ein bisschen gequatscht, wie viel teurer doch in D die Klamotten sind und der hat mir einen Tip für ein billiges Outlet gegeben, wo ich dann hin bin. Und tatsächlich, es gab relativ coole San Diego T-Shirts für 2$ das Stück (wenn man 5 Stück gekauft hat, aber OK) Billiger geht wirklich kaum. Dann nach kurzem Mittagessen beim In'n'out-Burger (Bericht folgt im nächsten Fast Food Update) bin ich zum Cabrillo-Monument, was mir den anderen Tag zu weit war mit dem Fahrrad. Ist ganz nett da, und man hat auch einen guten Überbilck auf den Navy-Flughafen nebenan. Leider war gerade als ich da war nicht gerade viel Flugbetrieb.
Ich wollte mit den Öffentlichen nach Downtown fahren, was auch relativ gut geklappt hat, denn wenn der erste Bus 10 Minuten zu spät ist, man aber letztendlich doch 5 Minuten früher am Ziel ist, kann man nicht meckern. Ich habe mich dann mit den beiden, die ich beim Schnorcheln getroffen hatte, vorher zum Essen getroffen. Darüber schweige ich mich jetzt mal aus, denn wenn man nichts gutes über jemanden sagen kann, dann soll man gar nichts sagen, nicht? ;-)
Egal, beim Spiel saßen wir ja nicht zusammen. Ich saß erst neben ein paar Australiern, die noch weniger Ahnung hatten vom Baseball als ich (ich hab mich im Bus vorher nochmal schlau gemacht, damit ich wenigstens ein bisschen dem Spiel folgen kann) Die sind dann auch relativ schnell abgehauen. Vorher habe ich mir noch was zu trinken geholt, da das normale Flaschenbier schon 6$ gekostet hat, habe ich mich für nen Tequila Sunrise für 9$ entschieden, auch nicht gerade ein Schnäppchen, ne! Am Anfang des Spiels im ersten und zweiten Inning gab es dann auch gleich Action und zwei Runs für die Padres, einen habe ich sogar halbwegs auf Video festhalten können.


Wie man da sehen kann, saß vor mir eine Familie aus Arizona (5h Autofahrt zum Spiel) und die dämlichen Kinder haben mich immer böse angeguckt, und mich vollgelabert, wenn ich fuer die Padres gejubelt habe. Irgendwann ist mir das so auf den Sack gegangen, dass ich ihr Team nur noch die Arizona Diaper Bags genannt habe (keine Ahnung, wie ich darauf kam, habe ich wohl irgendwo aufgeschnappt) Das hat die kleinen Scheißer ziemlich geärgert, vor allem, weil ihnen keine gute Verarschung der Padres eingefallen ist. Dann gab es noch einen Punkt für die Padres und das war es dann auch fast schon. Das war besonders bitter für den Nachbarn zu meiner rechten, Brian, einem Hubschrauberingenieur aus Maryland, der zum Arbeiten die Woche in San Diego war. Der kam erst zum dritten Inning und hat damit mehr oder weniger alles verpasst, denn ab da gab es nur noch Fly-Outs und Foul-Bälle. War aber trotzdem ganz gut, jemanden mit Ahnung neben sich zu haben, der einem das eine oder andere erkläen konnte. Eine ziemlich kuriose Sache gab es noch, als die Padres den Ball zwei oder dreimal zwischen der zweiten und dritten Base hin und herwarfen um einen Gegenspieler auszumachen, der auch immer hin und zurück ist. Letztendlich haben sie es auch geschafft. Ich bin dann doch zu Bier übergegangen, denn Brian hat mir den Tipp gegeben, dass es weiter hinten auch Bier vom Fass im Halbliterbecher für 9$ gab, und halt kein Coors oder Bud Light-Scheiße, wie das Flaschenbier. Als ich vom Bierholen (und Rauche VORM Stadion) wiederkam, hatte die kleine Ratte irgendwie einen Ball ergattert. Den hat er aber nicht gefangen, sondern einer von den Diaper Bags hat ihm den zugeworfen während der Traningswürfe zwischen den Innings. Ich hab natürlich die ganze Zeit versucht, ihm den abzuschwatzen, aber keine Chance! :-) Zu Essen habe ich gar nichts gekauft, war ja satt, und das einzoge, was die zwischen den Reihen verkauft haben, war sehr ungesund aussehende Zuckerwatte für 6$. Jo, dann wurde noch etwas gesungen:


(Ich stelle gerade fest, dass sich das absolut grausam anhört, das liegt aber am Handy, war nicht soo schlimm)
Dann war es auch schon vorbei. Die Arizona-Leute haben frustriert ihre Schilder eingepackt (jetzt taten sie mir doch ziemlich leid, die kleinen Scheisser) und das Stadion hat sich ziemlich schnell geleert.
Danach wollte ich mir eigentlich ordentlich einen ansaufen und in einen Club gehen, aaaber erstens waren die $80 die ich bei hatte, bei weitem nicht ausreichend, zweitens war der Gaslight District dermassen überlaufen, dass es nicht mehr schön war (in der Woche wäre es besser gewesen, naja, zu spät) und drittens ist der letzte Bus nach Hause um 23:30 gefahren. Da ich keinen Bock hatte, noch $30 fürs Taxi rauszuhauen und mir der Trubel doch ein bisschen auf den Keks gegangen ist, bin ich einfach ins Hotel gefahren.
Abschließend kann ich sagen, dass es doch ein schöner Abend war, obwohl ich nicht zum Baseball-Fan geworden bin. Das Spiel kann sich doch schon ein bisschen ziehen und die Stimmung im Stadion (gerade mal über halbvoll) liess doch ein bisschen zu wünschen übrig. Immerhin eine Laola-Welle wurde probiert anzustossen. Aber die Regeln sind gar nicht soo kompliziert und man bekommt die Balls und Strikes auch gut angezeigt im Stadion, sodass man schon informiert ist. Go Padres!

Samstag, 17. September 2011

Mayweather vs. Ortiz

Ich habe gerade keine Zeit und Lust, einen längeren Eintrag über das Baseballspiel zu schreiben, (kommt natürlich noch!) darum nur mal kurz zu dem Kampf heute, denn wie ich die Medien in D kenne, wird das ja auch bei euch ein Thema sein: Ich hab den im Casino gesehen (lief hier sogar nur als Pay-per-view, also netter Service von denen) und natürlich war kein Spiel mehr möglich als er in der 3. Runde(?) Ortiz ausgeknockt hat. Meiner Meinung nach ist das entweder ein abgekartetes Spiel gewesen oder Ortiz ist ein Idiot. Auf alle Fälle ist der Ringrichter ein Idiot. Ortiz sah auch echt frisch aus danach und schien sich gar nicht viel draus zu machen. Leider habe ich vom Interview kaum was verstanden, da alle am diskutieren waren. Lustig war auch, wie Mayweather fast noch dem Interviewer eins aufs Maul geben wollte! :-) Auf alle Fälle ein netter Fight, wenn auch kurz. Mein Beileid an alle Trottel, die sich für hunderte Dollar einen Platz im MGM in Vegas dafür gekauft haben!
Nächste Meldung morgen aus Palm Springs.

Freitag, 16. September 2011

Schorcheln und Kayak in La Jolla

Natürlich waren auf meiner Tour, bestehend aus vielleicht 8 Leuten, auch zwei Deutsche dabei, immer wieder lustig hier. Ich habe mittlerweile schon ein Radar entwickelt und quatsche potentielle Landsleute auf deutsch an, manchmal liege ich zwar falsch, aber dann versteht mich ja eh keiner, wenn ich richtig liege ist das Erstaunen aber immer groß. :-)
Der Laden lag nicht weit weg vom Strand und nach kurzem Fußmarsch und Einweisung ging es auch schon ab auf den Pazifik. Die Wellen sind ja zur Zeit sehr klein, so fiel auch den unsportlichsten unter uns das Ablegen ziemlich leicht. Leider war das Paddelvergnügen nur von kurzer Dauer, denn unser Ziel, die Höhlen von La Jolla, lagen gleich 400m weiter die Küste entlang in der Steilküste. Es gibt ein paar davon, eine ist auch von Land aus zugänglich, die meisten aber weder von Land noch von Wasser. Wir haben dann unsere Boote aneinander gekettet und haben uns, angetan mit Flossen, Brille und Schnorchel, ins Wasser plumpsen lassen. Die Tiere, die dort zu sehen sein sollten waren Hummer, Leopardenhaie, Rochen, Orangenfische (??) und Seelöwen. Vor der Höhle selber habe ich, wie man auf den Bildern erkennen kann, nur die orangenen Fische gesehen. In die Höhle selber sind wir auch reingeschwommen, war viel kleiner als ich mir das vorgestellt hatte und trotz des relativ ruhigen Wassers wurde man da drin ganz schön herumgewirbelt und musste aufpassen, sich von den Wänden fernzuhalten. Dann ging es auch schon wieder zurück zum Strand nach insgesamt knapp 2 Stunden.
Das gute war, dass man Flossen und Brille den ganzen Tag behalten durfte, also habe ich mich mit den beiden anderen Krauts noch an den Strand begeben. Vorher musste ich mir noch was zu beißen holen (wurde wieder mal ein Cheeseburger...) den ich dann am Strand essen wollte. War keine gute Entscheidung, denn diese riesigen Kampfmöwen haben mich die ganze Zeit belagert. Ich hab denen nichts abgegeben (sollen sie halt ein paar Fische fangen oder sich selber einen Cheeseburger kaufen) aber als ich einmal ins Gespräch vertieft meinen Burger ein bisschen weit weg gehalten haben, kam das Vieh gleich angestürzt und hat erstmal abgebissen. Mir ist aber ausser ein paar kleinen Kratzern nichts passiert und den Burger habe ich auch aufgegessen. Ich hoffe, ich kriege keine Möwenherpes oder so. Der Vogel hat sich auch demonstrativ vor uns hingestellt und genüsslich den Bissen runtergewürgt, als wollte sie uns sagen, ich hol mir schon was ich will, ihr Penner, auch wenn ihr nichts abgeben wollt.
Dann sind wir zu zweit noch einmal ins Wasser und haben erstmal, bis auf einem im Sand vergrabenen Rochen gar nichts gesehen. Wir sind dann aus dem tieferen wieder ins flache Wasser zurück und da waren wir dann plötzlich in einem Schwarm von bestimmt 10 Leopardenhaien. Die sind zwar völlig ungefährlich für Menschen, waren aber auch so 1,20m groß und sehen in der Gruppe schon sehr gefährlich aus, wenn man da so rumschnorchelt. Mir wurde es jedenfalls etwas mulmig!
Abends war dann, nach kurzem Abendmahl im Baja Fresh, wieder die Shisha-Bar angesagt. Wir hatten vorgestern ein ziemlich gutes Trinkgeld gegeben, so dass uns die heiße Kellnerin gleich mit "Hi guys, nice to see you again!" begrüßte und wir ein bisschen bevorzugt bedient wurden. Man darf eben nicht am falschen Ende sparen hier! :-) Ich habe von der Tour und der Bar auch Videos gemacht, aber wie so oft klappt der Upload hier nicht, die kommen also mal wieder später.
Heute hatte ich eigentlich überlegt, nach Tijuana zu fahren, aber das werde ich mir wohl sparen. Viele Einheimische meinen, dass es sich nicht wirklich lohnt, ausserdem habe ich keinen gefunden, der mitkommen will. Simon und Niklas sind heute früh schon mit dem Greyhound (haha) nach Vegas gefahren und die beiden Kölner wollten nicht. Dazu kommt, dass da vorgestern irgendein Gerüst am Grenzübergang eingestürzt ist und hat 15 Autos unter sich begraben hat. Wieder diese Schlampenfirma Hensel&Phelps am Werke!
Ich werde also nur mal in SD gucken, ob ich noch ein paar Schnäppchen schießen kann bevor es dann heute abend zum Spiel geht.

Donnerstag, 15. September 2011

Fastfood (2)

Ich habe insgeheim den Plan gefasst, alle Fast-Food-Ketten, die es in D nicht gibt, mindestens einmal zu probieren. Mittlerweile glaube ich nicht, dass ich das schaffen werde, es werden immer mehr auf der Liste und jeden Tag habe ich ja auch nicht die Gelegenheit bzw. Appetit. Aber schauen wir mal, wie weit ich komme.

El Pollo Loco:
Besucht in Santa Barbera. Ähnlich wie KFC in D etwas höherpreisiger als die Burgerläden, vor allem, da man von den Hähnchenteilen nicht so sehr satt wird durch den hohen Anteil an unverdaulichen Knochen. Ist wohl auch mexikanisch angehaucht, haben exotische Beilagen wie gegrillten Mais und Käsemakkaroni (die sind aber bäh) Alles in allem kann man da essen, blöd war nur der superunfreundliche Hispano an der Theke. Der Brüller war, als in das zu dem Zeitpunkt bis auf mich und einen anderen Kunden leere Restaurant noch 15 andere Sancho Pansas kamen. Der hat natürlich angefangen, denen das Futter zuerst zu bringen, musste echt erst Stress machen, sonst hätte ich wahrscheinlich warten dürfen.

Taco Bell
In Santa Barbera besucht. Mehr oder weniger fürn Arsch aber sehr preiswert. Habe für 2 Burritos und einen großen Taco plus Getränk nur 5$ bezahlt. War essbar aber nicht gut, sehr schleimige Füllung und kaum feststellbarer Geschmack. Der Taco war etwas besser aber nur sehr sparsam befüllt. Auch unfreundliche mexikanisch-amerikanische Bedienung, nur weiblich. Nicht noch einmal.

Jack in the Box
Bisher schon zweimal besucht, immer irgendwo am Freeway. Ziemlich gut, hatte einmal nen Cheeseburger und einmal einen Chickenburger und Rootbeer-Float. (ich war sehr hungrig) Auch spanisch angehaucht, hat gefüllte Jalapenos (so lala) und Churros (ziemlich süß aber gut) Kann man gut essen, Preisniveau auch sehr angenehm. In dem zweiten Laden ging beim bestellen plötzlich irgendein extrem lauter Timer los, worauf das Mädel, dass mich bediente ziemlich panisch zu dem anderen Mitarbeiter meinte, er soll sich die Hände waschen. Wahrscheinlich hängen da Kameras und die Zentrale stoppt die Zeit. Mich hat das interessiert, also habe ich gefragt, ob jeder Mitarbeiter da angepiept wird (ja) und ob das regelmäßig passiert (nein, völlig unvorhersehbar) Also der Jack in der Kiste hat seine Leute voll im Griff, freundlich waren sie auch bisher.

Carl's Junior
Am Freeway auf dem Weg nach San Diego besucht. Hat ziemlich leckere und große BBQ-Burger für den schmalen Taler, Chili Cheese Fries absolut nicht empfehlenswert, aber kann man essen.

Wendy's 
In San Diego besucht, mit Abstand das schlechteste bisher. Preisniveau normal. Hatte hier auch tierisch Kohldampf, also Burger und Pommes, Caesars Salat und Wrap bestellt. Salat war nicht sehr frisch (eine Tomate war sogar schon am verwesen, die habe ich gleich an der Theke austauschen lassen) aber sonst OK, Wrap kalt aber essbar - aber der Burger!! Habe zwei Bissen genommen, hat nen ganz säuerlichen Geschmack, keine Ahnung, ob das die Soße war oder das Fleisch schon den Weg der Tomate beschreiten wollte, aber echt unzumutbar. Da ich durch die anderen beiden Sachen schon gut gesättigt war, habe ich den liegen lassen und an einen der Obdachlosen verschenkt, die im Resaturant geschnorrt haben. Der hat sich tierisch gefreut und herzhaft reingebissen, immerhin einen hat Wendy's glücklich gemacht. Einer der Angestellten hat sich übrigens auch was zu essen geholt als wir da waren, hatte nur Pommes (die waren auch nicht gut) und Trinken, der weiss schon, warum.

Noch auf der Liste bisher:
Five guys Burger (haben in einer Topliste im Fernsehen den ersten Platz bei Burgern gemacht, die gibts aber nicht an jeder Ecke)
Del Taco
Ihop
Caesars Pizza 
Sizzlers 

Den Artikel zu den heutigen Erlebnissen gibt es später oder morgen, keine Sorge! :-) 

San Diego Fahrradtour und USS Midway

Eine fremde Stadt mit dem Fahrrad erkunden ist definitiv das beste, was man machen kann, das stelle ich immer wieder fest. Wir haben die Räder für $20 pro Tag so gegen 13:00 abgeholt und haben erst einmal eine kleine Runde um den Petco-Park gedreht (das Baseballstadion hier, da werde ich mir Freitagabend ein Spiel der San Diego Padres reinziehen) und sind dann am Hafen vorbei immer am Wasser lang. Bei nem Zwischenstopp in einem kleinen Shoppingcenter am Wasser habe ich die Zeit (einkaufen wollte ich da nichts, zu teuer) genutzt und mich mal auf so eine Waage wo man einen Quarter reinschmeisst gestellt. Siehe da, wenn die richtig geht und ich richtig umgerechnet habe, habe ich (noch) nicht zugenommen. ;-) Konnte ich mir ja gleich noch einen Ben&Jerry Smoothie namens "Life is a beach" kaufen, nettes Wortspiel irgendwie. Soviel Kreativität kostet dann auch gleich 9$, aber ich hab gesehen, dass da wirklich frische, echte Früchte reingewandert sind, also ist das schon akzeptabel.
Der nächste Halt war dann an der USS Midway, einem Flugzeugträger, der von 1945 bis 1991 im Dienst war (hält damit den Rekord) und jetzt da als Museumsschiff ankert. Das war insofern nicht wirklich clever, weil wir da auch hätten hinlaufen können und dort natürlich so viel anzugucken war, dass wir da kaum vor 17:00 (Rückgabetermin der Räder) wieder rausgekommen wären. Zum Glück konnten wir telefonisch einen Tag für 10$ verlängern.
Ich bin ja kein Fan vom Militär, aber der Kahn war wirklich interessant. Es ist eben eine komplette Stadt auf dem Wasser (Besatzung ca 4000 Mann oder so) mit Zahnarzt, -labor, Intensivstation, diverse Küchen, Werkstätten, Wäscherei, Post usw. Auch die technischen Details waren manchmal überraschend, so lief das Ding zwar mit Diesel (die heutigen Träger sind ja mit Reaktoren ausgerüstet) aber das Prinzip ist das gleiche: Der Diesel wurde nur zum Erzeugen von Wasserdampf benutzt, der Turbinen antreibt, es gibt da (ausser vermutlich ein paar Generatoren) keinen Dieselmotor an Bord.
Man bekam einen kostenlosen Audioguide, der einem alles erklärt hat, es waren aber auch echte Veteranen an Bord, die noch weitergehende Fragen beantwortet haben oder mal ein paar Stories zum besten gegeben haben. Besonders mit einem gewissen Dave hat das ziemlich lange gedauert, was dann zur Folge hatte, dass das Ding schon zumachte, bevor wir die Brücke besichtigen konnten. Zum Glück konnte man sich sein Ticket stempeln lassen und kam dann am nächsten Tag kostenlos noch einmal rein.
Abends war dann die Idee, in eine Shisha-Bar zu gehen und schön ein Wasserpfeifchen zu rauchen. Die beiden sind da richtige Experten drin, obwohl sie sonst gar nicht rauchen. Die erste Lokalität war ein totaler Schlag ins Wasser und weil die Pfeife schon nach 20 min schlapp machte, haben wir uns unser Geld wiedergeben lassen und sind zu einer anderen. Die war nicht nur viel gemütlicher, die Pfeife war auch gut für ne knappe Stunde, beim gleichen Preis (19$). Für 3$ Aufpreis hätten sie sie sogar mit Schnaps oder Milch befüllt, aber das haben wir mal nicht probiert.
Gestern sind wir dann erstmal noch einmal zur Midway um den Rest abzugrasen, danach wollten die beiden nach Seaworld, ich bin mit dem Rad ein bisschen nach Süden an der Bucht langgefahren und wollte eigentlich  zum Cabrillo Monument, habe dann aber festgestellt, dass das nicht nur verdammt weit sondern auch ziemlich bergig ist. Habe ich dann aufgegeben und nur ein Foto der Skyline geschossen. Danach hatte ich einen wirklich obszön großen Burrito im Loma Bonita für 8$ incl. Getränk. Es hieß zzwar Super Extra Burrito, aber dass es sooo Super Extra ist, wer konnte das ahnen? Das Ding war mindestens 45 cm lang. Ich hab mich aber zusammengerissen und es fast geschafft aufzuessen, was die Bedienung ziemlich beeindruckt hat. :-D
Anschliessend habe ich das Rad zurückgebracht und bin noch an den Strand um die letzten großen Wellen abzugreifen. Leider zieht hier zur Zeit ein Tiefdruckgebiet durch, es war bewölkt und etwas frischer, daher waren die heißen Frauen auch nicht mehr so in Massen am Beach. Aber die Wellen waren OK, wenn auch eine extra große (schätze mal 1,50-1,80m) mir mein Board ein bisschen beschädigt (Leine gerissen) und mir etwas Kopfschmerzen beschert hat...
 Heute mache ich eine Kajak- und Schnorcheltour in La Jolla, mal sehen, wie das so wird.

Dienstag, 13. September 2011

Erster Tag in San Diego

Ich hab es ganz ruhig angehen lassen und war bis kurz nach Mittag auf dem Zimmer (Blog schreiben und Fotos hochladen, jaja, das macht sich auch nicht von alleine!) Mein Hotel hier (Red Roof Inn) ist etwa 11 km ausserhalb von Downtown, dafür aber recht nah am Pacific Beach, und leider auch nah am Freeway. Viel schlimmer war aber das Zimmer, wo ich die erste Nacht verbracht habe, Fliesen gesprungen im Bad, der Fernseher macht komische Geräusche und die Matratze ist völlig am Ende und machte mir Rückenschmerzen. Ich bin dann am Morgen ins Zimmer nebenan gezogen, was ganz OK ist, bis auf den Fernseher der die gleiche Mack hat. Eben hat ihn der Hausmeister abgeholt und bringt mir hoffentlich bald einen neuen.
Dann bin ich gestern erstmal an den Strand. Die Wellen waren wieder etwas höher, aber nicht so gut wie am Beginn meiner Tour. Fürs Bodyboarden hat es trotzdem gereicht.
Ansonsten kam ich mir da vor wie im Paradies, es gab da nur schöne Frauen. Obwohl, es gab auch noch wunderschöne und absolute Hammerfrauen! Und das beste ist, alle sind gut drauf und lächeln einen an. Könnte ich mich dran gewöhnen!
 Als ich so auf meinem Handtuch lag, drangen deutsche Klänge an mein Ohr von ein paar Typen in der Nähe. Musste ich natürlich gleich anquatschen, bin ja neugierig. Stellte sich raus, dass sie von New York bis nach San Diego mit dem Mietwagen gefahren sind, in knapp drei Wochen. Muss echt ein Erlebnis sein, aber für mich wäre das nix mit der vielen Fahrerei, mir reicht es ja schon in Kalifornien rumzueiern.
Ziemlich skuril waren auch drei schwarze Mädels, so um die 18, die sich die ganze Zeit am Strand in ihren Bikinis in RICHTIG schmutzigen Posen fotografiert haben, Mann Mann. Ich hab keine Fotos gemacht, bin ja kein Perverser! Ausserdem steh ich nicht auf die dicken Ärsche, obohl ich da jemanden kenne... ;-)
Abends sind dann Simon und Niklas angekommen, die ich in LA im Hotel getroffen hatte. Die wohnen Downtown, so bin ich abends noch hin und wir sind ein bisschen durch die Stadt bis zum Wasser geschlendert, was ein bisschen enttäuschend war, denn da war im Vergleich zu LA gar nix los und alle Restaurants haben um 21:00 geschlossen. Also sind wir ins berühmte Gaslight-Viertel weiter, wo halt der Amüsierbetrieb sitzt. Gleich das erste Restaurant was wir sahen war ein Hooters, da die beiden da auch noch nie drin waren, fiel uns die Entscheidung leicht. Gab Football zu gucken, ziemlich gute Burger und hübsche Kellnerinnen, wie das so ist im Hooters.
Im Hooters, vlnr: Simon, Alexa, weiss nich, Niklas

Stellte sich dann heraus, dass die beiden erst 19 und 18 waren, also hier noch underage (minderjährig) Zum Glück war Alexa mit den deutschen Papieren überfordert (nicht umsonst steht auf den Ami-Führerscheinen immer: Under 21 until <datum>) Das haben wir ja nicht, so hätte sie rechnen müssen, was wohl nicht so klappt. Oder es war ihr eh scheissegal. Jedenfalls konnten wir unseren Pitcher für 13,99$ bestellen und alle waren froh.
Jetzt muss ich aber los, heute ist Fahrradtour durch San Diego angesagt.

Agua Caliente Reservation: Palm Canyon, Andreas Canyon

Ich bin so gegen 10:30 auf dem Parkplatz angekommen und zum Glück war es an dem Tag wirklich etwas kühler (das Thermometer an der Station zeigte 88F im Schatten) aber in der Sonne war es natürlich trotzdem noch brütend heiß. Ich hab dann den Ranger nach dem kürzesten Rundwanderweg gefragt, den sie so im Angebot haben und er hat mir einen gezeigt, der so ungefähr 1.5h dauern sollte. Der war für mich völlig OK, allerdings hat er den auch einer alten Dame am Krückstock empfohlen, was ich im Nachhinein etwas bedenklich finde, denn man musste da schon etwas kraxeln und über ein paar Felsen eiern. Also ich hätte da mit Krückstock keinen Spaß dran gehabt.
Diese Canyons wurden vor Jahrhunderten von einem Stamm der Cahuilla (sprich: Ka-wie-ah) Indianern besiedelt, genauer hießen die hier Agua Caliente (das bedeutet Morgenleute, wie mir der Ranger ezählte, weil diese beiden Canyons nach Osten ausgerichtet sind und daher Morgensonne bekommen. Die haben damals hier Melonen, Getreide, Bohnen und Mais angebaut (Wasser ist ja genügend vorhanden durch die beiden Flüsse) und das ganze Gelände ist quasi ein Heiligtum von denen. Verständlicherweise, denn Wasser in der Wüste ist ja nicht alltäglich. Trotz des Wassers und der Palmen, die ein bisschen Schatten spenden, müssen die damals verdammt harte Hunde gewesen sein, denn mir ist schon nach ein paar hundert Metern in der Sonne den Berg rauflatschen der Schweiß in Strömen gelaufen. Hat sich aber wirklich gelohnt, wie ich finde. Ein paar Schlangen habe ich auch gesehen, die haben sich aber immer schnell unter irgendwelche Felsen davongeschlängelt wenn ich kam, so dass ich nicht sehen konnte, was es war und keine Fotos bekam. War ich aber jetzt nicht übermäßig traurig drüber.
Nachdem ich mich erstmal in der Indianerstation entspannt und mich mit 1.5l Wasser betankt hatte, bin ich dann noch rüber in den benachbarten Canyon namens Andreas. Hier war der Wanderweg fast ebenerdig und führte nur einmal um den kleinen Bach herum, sehr angenehm. Das Wasser in den Bächen war zwar sehr klar, sollte man aber trotzdem nicht trinken, wie er mir (nachher!) sagte, nur abgekocht. Ich hab auch nix getrunken, zum Glück. Er meinte, manchmal trinken es Leute trotzdem und fahren dann los, die fragt er dann immer nach der Telefonnummer, für den Fall der Fälle.
Ich hab hier noch ein ganz spezielles Naturwunder vor die Linse bekommen, laut Autokennzeichen aus Connecticut. Ich hab sie gefragt, ob sie etwa in dem kleinen Bach schwimmen gehen will, worauf sie ziemlich zickig reagiert hat. ("Vielleicht!") War jetzt kein schlechter Anblick, aber irgendwie fand ich das ganz schön daneben,, schliesslich waren wir ja nicht am Strand oder was. Dann lieber ganz nackig, dann passt das auch wieder zu nem Heiligtum von Naturvölkern, ne? :-)

Montag, 12. September 2011

Palm Springs

Das Hotel (Royal Sun Inn) war das bisher beste und mit das preiswerteste bisher. Klingt komisch, ist aber so, denn hier ist nur im Winter Saison, kein Wunder bei diesen Temperaturen. (als ich ankam, waren es locker 40 C, abends um 23:00 noch 31 C. Die nächsten beiden Tage waren etwas "kühler", aber für mich immer noch kaum auszuhalten, bin ja nicht so für das extrem heiße Wetter) Jedenfalls hatte ich ein Top-Zimmer mit Ausblick auf Pool und Berge, mit Balkon und sogar geräumiger als das Zimmer im Intercontinental in San Francisco. Das Frühstück hat den San Jose Standard auch noch mal übertroffen, es gab nicht nur echte Milch, zwei Sorten Cornflakes und Frischkäse sondern auch Obstsalat und ein echtes Waffeleisen wo man sich frische Waffeln zaubern konnte, super. Es hat mir so gut gefallen, dass ich gleich mal spontan auf zwei Nächte verlängert habe. Der einzige Nachteil war, dass komplettes Rauchverbot herrschte, nur auf dem Parkplatz und in einem Zelt hinter dem Pool konnte ich quarzen, aber OK.
Abends bin ich dann erstmal in den Pool und Whirlpool gesprungen. Da waren noch ein paar Rentner, die sich auf Englisch unterhalten hatten, was sich für mich wie ein schottischer Akzent anhörte, stellte sich dann raus, dass sie aus Dänemark kamen, haha. Warum sie Englisch miteinander geredet haben, hat sich mir allerdings nicht erschlossen.
Am nächsten Morgen bin ich um kurz nach 6 aufgewacht und habe mich, nach kurzer Überwindung, ins Auto geschwungen und bin erstmal die Straße runter in die Wüste gefahren, um mir den Sonnenaufgang da reinzuziehen. Insgeheim habe ich auch auf wilde Viecher (Pumas, Koyoten oder so) gehofft, die vielleicht noch nicht schlafen gegangen waren. Leider konnte ich nicht allzuweit in die Wildnis vorstoßen, da da ein Tor war wo man 9$ Eintritt bezahlen musste, Indianerland offensichtlich. Das war aber auch erst ab 8:00 offen. Hab dann das Auto geparkt und bin zu Fuss ein Stück um den Zaun rum und etwas weiter rein. Für Viecher war ich aber offensichtlich nicht weit genug weg von der Zivilisation (auch ein Koyote hat seinen Stolz!) aber die Aussicht war auch so atemberaubend, fand ich. Auch waren die Temperaturen noch relativ erträglich.
Dann hatte ich mir ja aus irgendeinem Grund in den Kopf gesetzt, den Klitschkau-Kampf anzugucken (weiß nicht genau warum, in D gucke ich das auch nur wenn sich die Gelegenheit ergibt. Wahrscheinlich fand ich es cool, mir was um 13:00 anzugucken, was normalerweise erst spät in der Nacht gesendet wird) Da ich im Hotel, so toll es auch war, kein HBO (Pay-TV) bekommen habe, habe ich ne Sportsbar gesucht, wo das lief. Dummerweise war die ziemlich weit weg (fast in Indio) und es war auch noch gerade College-Football angesagt, aber ich habe es geschafft dem Barkeeper einen kleinen Fernseher abzuschwatzen. Dann mussten sie nochmal den Satellitenreceiver zweimal neustarten, aber letztendlich habe ich bekommen, was ich wollte, wenn auch ohne Ton.
Neben mir saß Dana (hat mir ihre Karte gegeben, sie ist ein Pet Sitter, also jemand, der auf Haustiere aufpasst. $75 pro Tag, läuft ganz gut, meint sie. Kellnern kann sie nicht mehr, da sie Arthritis in den Fingern bekommen hat) die mich ausgefragt hat, warum ich denn nur zu der Jahreszeit nach PS gekommen bin und ob ich wohl schwul wär. Hö? Ja, PS sei bekannt für seine Homo-Szene. Soso, wieder was gelernt. Der Barkeeper hat dann mitbekommen, dass ich in SF gestartet war, worauf er erzählte, dass er eigentlich da wohnt und erst gerade hier runtergekommen war um zu arbeiten. Ich hab ihn dann gefragt, ob es hier auch den Stromausfall gab (ich glaub, das war auch in D in den Nachrichten, bei Spiegel Online habe ich es jedenfalls gelesen) und er meinte, bei ihm in der Bude war wohl 2h kein Strom und als er nach Hause kam, waren es 50 C dadrin. Ziemlich gefährlich für alte Leute, seiner Meinung nach. Ich hab dann nur gesagt, dass das hier eigentlich kein Ort ist, wo Menschen leben sollten, worauf er mir zustimmte. :-)
Dann war ich ziemlich platt von der Hitze und hab mich in ein Indianerkasino (29 Stars oder so) verdrückt wo ich dann bis abends am Pokern war. War ganz nett, zwar anfangs nur ein Tisch offen nur mit Leuten, die jeden Tag da waren und sich in und auswendig kannten, konnte aber trotzem oder gerade deswegen mit $60 plus rausgehen. Die haben sich die ganze Zeit gewundert, warum so wenig los ist. Vermutlich war irgendwo in nem anderen Casino eine gute Show (die Casinos dort versuchen natürlich, Leute anzuziehen um mit Vegas mitzuhalten, so kann man da wohl fast jede Woche irgendeinen bekannten Star für lau sehen, diese Woche waren wohl Diana Ross und Carlos Santana am Start)
Das wars dann auch schon fast, in die Canyons bin ich für die 9$ aber auch noch rein am nächsten Tag, da gibts dann aber einen eigenen Bericht zu, später. Insgesamt war der Abstecher nach PS meine erste wirklcihe Fehlplanung auf der Tour, denn die Route, die ich nach San Diego von da nehmen wollte, hat sich als nicht praktikabel erwiesen (Mangel an Hotels und/oder guten Strassen) Ausserdem wollte ich eigentlich den Joshua-Tree-Nationalpark von da aus angucken, war aber auch alles zu weit. Jetzt habe ich das Hotel noch einmal für nächsten Sonntag reserviert und werde da auf dem Weg nach Vegas einen Übernachtungsstopp einlegen und dann am Montag durch den NP fahren. Auch nicht optimal, egal.

Sonntag, 11. September 2011

9/11

Leider müsst ihr noch ein bisschen auf den nächsten längeren Artikel warten, die Hitze in Palm Springs hat mich doch ziemlich fertig gemacht und so habe ich es gestern recht ruhig angehen lassen. Ich hole das aber nach, jetzt bin ich ja in San Diego angekommen, wo ich mich gleich für 8 Nächte einquartiert habe; fast zwei Wochen fast jede Nacht woanders schlafen war zwar schön, wird  aber doch etwas anstrengend mit der Zeit. Das heisst aber natürlich nicht, dass es nächste Woche nichts mehr zu berichten geben wird, oh nein.

Einer meiner treuen Leser hat mir geschrieben, dass es in D gerade fast kein anderes Thema neben 9/11 gibt, da dachte ich, ich gebe mal meine Eindrücke weiter.
Zuerst mal war es unglaublich beeindruckend, wie sich fast 100% der Bevölkerung hier an der Westküste an den Schweigeminuten beteiligt haben. War aber kein Wunder, denn zwischen 5:46 und 7:28 an einem Sonntagmorgen werden wohl die meisten noch süß geschlummert haben, mich natürlich eingeschlossen. :-D Soviel dazu. Die zahlreichen Flaggen alle auf Halbmast, etc. Natürlich haben auch alle Networks morgens live berichtet, das Abendprogramm (jetzt um 20:30) sieht aber relativ normal aus.

Normales Programm:
Fox: Simpsons (yeah)
NBC: Football (Dallas vs. New York Jets, Zwischenstand 24:24 im 4. Vietel noch 2 min zu spielen, scheint spannend zu sein)
WGN: Monk
TBS: irgenden alter Film
ABC: Irgendwas was aussieht wie so eine Renovierungsshow (wie die mit der fetten Frau auf Vox, wie heisst die nochmal)
KZSD (spanisch) Mexico sucht den Superstar oder so
Univision (spanisch) auch was in der Art
HBO: Boardwalk empire
Telemundo (spanisch) James Bond Casino royal
CNN: Republican showdown

September 11 Inhalte: 
CBS: Doku über 9/11
Deutsche Welle (das erste Mal, dass ich das kriege) Doku darüber, wie Deutsche den 11. September erlebt haben, oh Gott
PBS (was eh keiner guckt) Rede von Obama live
C-Span (so ein Politkanal vom Kongress oder so, da läuft ständig so Gelaber, guckt bestimmt auch keiner) wiederholen gerade die Verlesung der Namen der Opfer (ich glaub, das haben die heute den ganzen Tag gesendet, heute morgen als ich los bin jedenfalls auch schon, da noch live)

Es gibt hier insgesamt 99 Kanäle, aber die komplette Liste erspare ich mir mal, für den Überblick reicht es wohl. Die Jets haben übrigens 27:24 gewonnen. So jetzt wisst ihr Bescheid und ich kann endlich Simpsons gucken! :-)

Samstag, 10. September 2011

Petersen Automuseum, Miracle Mile, Hustler Store

Der Frühstücksraum beim letzten Frühstück in Hollywood war fast komplett deutsch, zwei Pärchen und zwei Studis aus Bayern, die gerade angekommen waren. Habe meine reichhaltigen Erfahrungen (höhö) weitergegeben und ihnen empfohlen, die Universal Tour so schnell wie möglich zu machen, was sie denn auch alle taten. Die beiden Studis wollen auch nach San Diego, wir haben mal Nummern ausgetauscht, vielleicht wird das ja mal was mit nem kleinen Treffen. (Im Gegensatz zu den Pfeifen aus Berlin, die sich nie wieder gemeldet haben...) Ich hab gestern mit ihnen telefoniert, haben Universal nicht bereut. Fast komplett deutsch wart der Raum, denn ein Typ saß da noch für sich alleine, der irgendwann auf seinem Ei-Phone rumgetippt hat und dann sagte: "Guten Tag, ich heibe David, wie heiben Sie?" Die Aussprache war gar nicht schlecht, aber mit dem ß kommen die Amis nicht klar und interpretieren das halt als B. Ich hab ihn erstmal aufgeklärt, natürlich erst nachdem ich mich vorgestellt hatte. :-) Er ist bei der Army (irgendnen enlisted rank) und wurde nach Hollywood versetzt um da als Rekrutierer zu arbeiten (also die Leute die unschuldige Teenager vollquatschen, "Hey junger Mann, schon mal über deine Zukunft nachgedacht?" usw.) Er will sich da eine Wohnung suchen und hat sich erstmal da im Motel einquartiert.
Nach dem Auschecken bin ich zunächst rüber in den Tabakladen, ich hatte nämlich am Tag zuvor das hier entdeckt und war natürlich sehr erfreut. Offensichtlich ist "Gauloises" zu kompliziert für Amis, daher wurden sie umgetauft. Die blauen hatte er auch da. Ich hatte zwei Stangen rote bestellt und wollte die abholen, leider hat er die beim Großhändler nicht mehr bekommen. Ich hab dann bei der Firma, die als Importeur angegeben ist, angerufen, die mir bestätigt haben, dass die nicht mehr in den USA erhältlich sind. :-(  Naja, 5 Schachteln habe ich erstmal, vielleicht finde ich ja noch irgendwo ein paar Altbestände.
Dann ging es erstmal in den Hustler-Store am Sunset Boulevard. (wer nicht weiß, was das ist, braucht es auch nicht wissen. Ansonsten ist Google euer Freund) Hab viele Fotos der lustigen Sachen und Videos gemacht, aber nur ein Magazin (incl. 4h DVD für 12$ oder so) gekauft.
Los Angeles hat viele Museen, also konnte ich schlecht aus der Stadt verschwinden, ohne mir eins reingezogen zu haben. Peterson's Automotive Museum war ne ganz gute Wahl, finde ich. Viele historische Wagen (Ford Modell T, Straßenkreuzer etc.) teure Sportwagen und auch ein paar Filmautos (Batmobil, Herby der Rennkäfer) Was auch sehr interessant war, waren die Tafeln, die erkärten, wie LA zu der autoverseuchten Stadt wurde, die es heute ist: Bis 1920 oder so gab es nämlich ein dichtes Netz aus Straßenbahnen, aber mit der zunehmenden Individualmotorisierung wurde der Platz knapp und so hat die Autolobby die Straßenbahn abgeschafft. Die meisten der heutigen Freeways in der Stadt gingen auch aus Schnellstraßen der 20er Jahre hervor. (Nicht alle, der Ronald-Reagan- Freeway beispielsweise ist bestimmt neueren Datums)
Das Automuseum und viele der anderen sind am Wilshire Boulevard, auch als Miracle Mile bekannt. Ich finde diese Architektur einfach fantastisch, konnte kaum den Finger vom Auslöser lassen. :-) Gut für mich, dass die Straße natürlich chronisch verstopft  ist und ich so auch noch aus dem Auto ein paar Bilder machen konnte.
Was eben noch ein Segen war, wurde nun zum Fluch, was sage ich, zur Hölle. Kann sich jemand noch an den Film "Falling Down" mit Michael Douglas erinnern? Ich musste jedenfalls ziemlich oft an den Anfang des Filmes denken. Machen wir es kurz: Bis Palm Springs waren es ungefähr 180 km, die ersten 70 davon bin ich NIE schneller als 40 Mph gefahren und meistens nur Stop-and-Go. Es gab auch meistens eine von diesen HOV-Spuren, aber da habe ich mich lieber ferngehalten von. Die California Highway Patrol (die sehen übrigens noch fast genauso aus wie in der uralten Serie, nur die Karren sind besser) sind nämlich ständig da patroulliert und haben in die Autos geguckt, ob auch wirklich 3 Leute drin saßen. Strafe laut Schild 400$. OK, war vielleicht auch ne doofe Idee, die Tour ausgerechnet auf einen Freitagnachmittag zu legen. :-) Insgesamt hat es bis hierher 3.5 h gebraucht, und das auch nur, weil später das Limit 70 war und man ein bisschen schneller vorankam. Das einzige, was mich aufgeheitert hat, war so ne kurze Comedyshowim Radio, die ich sogar als Podcast für euch gefunden habe. Ein Typ namens Don Friesen erzählt uns erst was über College usw. aber wo ich mich richtig scheckig gelacht habe ist der Teil über die Zyban-Werbung, weil die bescheuerten Werbespots für verschreibungspflichtige  Medikamente hier wirklich so ähnlich sind! Vielleicht schreibe ich da noch mal extra was drüber. Also, enjoy it wenn ihr Englisch könnt.
So, jetzt geht es erstmal gleich in die Sportsbar Klitschko gucken und dann folgt auch bald der erste Artikel über Palm Springs.
PS: Videos zur Universal City sind jetzt im alten Post zu sehen: Universal Videos

Freitag, 9. September 2011

Hollywood und Beverly Hills

Ich bin zu Fuß den Hollywood Boulevard runtergelaufen, das war zwar ein ganz schönes Stück aber auch interessant zu sehen, wie sich die Straße von ner heruntergekommenen 0815 Meile in die Straße verwandelt wo die Oscars verliehen werden. Der Walk of Fame fängt auch schon im schlechten Teil an, ganz schön würdelos. Ich hätte lieber keinen Stern als einen hier und der einzige bekannte Name den ich gesehen habe war Yul Brunner. Armer Kerl!
Dann hatte ich die Qual der Wahl, denn da gibt es bestimmt fünf verschiedene Firmen, die Paparazzi-Touren durch Beverly Hills anbieten. Meine hat 29$ plus 10$ tip gekostet und war jetzt nicht soo berauschend. Letztendlich kann man sich auch eine Karte mit den Häusern der Stars und Schauplätzen berühmter Verbrechen kaufen und mit dem Auto selber rumfahren. (ich habe mir die Karte trotzdem gekauft, die ist einmalig) Leider ist mir kein lebender Promi vor die Linse gelaufen, also habe ich die Toten heimgesucht, die können ja nicht weg.) Laut meiner Karte sollen da noch mehr Prominente bestattet sein, mehr habe ich aber nicht gefunden. War aber auch so mal interessant zu sehen, wie verschieden ein Ami-Friedhof von einem in D ist. War auch ziemlich schwer zu finden, er ist eingezwängt zwischen Hochhäusern und Parkhäusern. Man kann übrigens mit dem Auto rauffahren, hätte ich das geahnt, hätte ich mir den Dollar für die Parkuhr gespart.
Abends war ich noch 3h im Bicycle Casino, war aber noch schlechter als San Jose. OK, kann auch daran liegen, dass ich dieses Mal mit leichtem Minus raus bin, aber Dealer die der Englischen Sprache nicht mächtig sind sind einfach unakzeptabel. Publikum war auch mehr als widerlich. Als Krönung des ganzen stand ich um 23:00 auf dem Hollywood Freeway im Stau (keine Ahnung ob da ne Baustelle oder ein Unfall war, bin nach 3 km abgefahren, zum Glück habe ich ja mein Navi) Der Hinweg um 19:00 war schon schlimm genug, ständiger Wechsel zwischen relativ flüssigem Verkehr und Stillstand, sehr anstrengend.
Heute werde ich von meiner üblichen Route entlang der Küste abweichen und in die Wüste nach Palm Springs fahren. Es soll kühler werden und die Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen. Gestern waren es dort 108 Grad F (das könnt ihr jetzt mal selber umrechnen) und das muss ja nicht sein. Ausserdem ist es vielleicht eine gute Idee am 10.Jahrestag von 9/11 ausserhalb der Ballungszentren abzuhängen, sicher ist sicher. ;-) Ein bisschen mehr Ruhe wird mir auch guttun, der 18 Milionen-Moloch hier nervt schon nach einer Weile. Ach ja, die Fahrradfahrer hier sind richtig durchgeknallt, dagegen ist Berlin Kindergeburtstag. Aber wahrscheinlich muss man bekloppt sein um hier mit dem Rad zu fahren.

Donnerstag, 8. September 2011

Breaking News

Gerade im Frühstücksfernsehen gesehen: Gwyneth Paltrow ist beim Joggen in Santa Monica von einer 84-jährigen überfahren angefahren worden. Was sagt mir das? Immer schön nach rechts und links gucken wenn ich über die Straße gehe!
Ausserdem ist mir erst gestern aufgefallen, dass ich nicht nur das Observatorium vom Zimmer aus sehe sondern auch das Hollywood-Schild. Kann man ja schon mal übersehen.
Ich warte gerade auf meine Wäsche, dann geht es in die Stadt. Ich werde mal so eine alberne Tour zu den Villen der Stars mitmachen, glaube ich.

Mittwoch, 7. September 2011

Universal Studios Hollywood

Ich hatte auf der Webseite gelesen, dass $15 für den billigsten Parkplatz aufgerufen werden, also bin ich für $1,50 mit der U-Bahn hin (drei Stationen ohne Umsteigen, perfekt, und ein Tagesticket kostet übrigens auch nur $5) Ich hätte von dem Parkplatz auch mit dem selben Shuttlebus fahren müssen wie von der U-Bahn-Station aus.
Da ich richtig früh da war, gab es fast keine Schlangen. Eintritt war $77 aufwärts, nicht gerade billig aber für nen Vergnügungspark auch nicht völlig abgehoben. Ich bin erstmal schnurstracks zum Simpsons-Ride. Das ist eine virtuelle Achterbahn, das heisst man bewegt sich nicht von der Stelle sondern wird, wie im Flugsimulator, herumgeschleudert und guckt ein Video. Ich kann euch aber versichern, dass der Magen da überhaupt keinen Unterschied macht! :-) Die Fahrt war echt so gut gemacht, dass ich gleich ein zweites Mal rein bin. Super Story und der typische Simpsons-Humor eben. Ich habe auch ein paar Videos gemacht, leider ist das Internet hier so langsam, dass das Hochladen warten muss. Ich sage euch Bescheid. Natürlich musste ich auch irgendnen Merchandise im KwikE Mart kaufen, ein T-Shirt und einen Squishee-Becher. Der hatte den Vorteil, dass er zwar $6,95  gekostet hat, dafür bekam man aber die erste Füllung mit Softdrink komplett für lau und jeden Refill egal wo im Park für 99 cent. Nicht unwichtig bei der brüllenden Hitze (waren locker 33 Grad und knallige Sonne) Das Feuerzeug habe ich auch mal fotografiert, weil ich echt froh bin, jetzt ein vernünftiges (aus Europa, wenn auch mit USA-Motiv) zu haben. Auch im CVS gekauft, diesmal ohne Ausweisnummer. Das alte Feuer hat sich nämlich nach nur einem (!) Tag in seine Einzelteile zerlegt und ich hab beim Versuch, es wieder zusammenzusetzen, Stromstöße bekommen. Mann war ich sauer, vor allem, weil es in so nem Park natürlich kein neues und keine Streichhölzer zu kaufen gibt. Musste dann ständig Leute anhauen, was aber auch ganz lustig war, denn viele von den Rauchern waren Deutsche/Ösis. Das hat man unter anderem daran gemerkt, das auf mein "Thanks very much!" ein "Please!" zurückkam, lol. Manchmal habe ich auch gleich auf  Deutsch gefragt, wenn ich das vorher gemerkt hab.
Dann komplett ohne Wartezeit in den Jurassic Park (eine Wasserachterbahn, sehr erfrischend weil man komplett nass wird aber nix besonderes) und The Mummy (Die Mumie - Achterbahn im Gebäude, (Indoor Coaster) mit netter Beschleunigung, meistens stockdunkel, auch mit virtuellen Effekten.) Lustig war hier, dass einem im Wagen unten Luft an die Beine gepustet wurde als ein Käfergewimmel zu sehen war, schon eklig im Dunkeln.
Für das Highlight Studiotour musste ich leider eine Stunde anstehen, hat sich aber auch gelohnt. Ist echt spannend zu sehen wie dicht da alles beieinander ist (Bates Motel steht zum Beispiel gleich neben der Straße aus Desperate Housewives) King Kong in 3D, was Teil dieser Tour ist, war auch sehr cool. In der Warteschlange war ein Schweizer Pärchen vor mir, die meinten, dass Shrek 4D nicht so doll ist, daher habe ich das ausgelassen (war auch immer viel Wartezeit) genauso wie die Show Waterworld.
House of Horror war auch gut, das ist eine Art Geisterbahn zum Durchlaufen, mit all den netten Gestalten wie Chucky's Braut, Frankensteins Monster und in Folie gewickelte Leichenatrappen. Da waren auch Kinder drin, ich hätte meine da nicht reingelassen!
Als nächstes habe ich mir die Special Effects Stage reingezogen, wo ein paar Tricks erklärt wurden (Green Screen, Motion Capture usw.) Hatte mir ein bisschen mehr von versprochen, die haben das aber ziemlich lustig aufgezogen, hab gut gelacht.
Zum Abschluss noch in Terminator 2 3D, was etwas langatmig war und ausserdem ist Terminator sooo 90iger. Arnie war auch nicht persönlich vor Ort. Das war es dann auch schon, um 18:00 habe ich mich ziemlich platt ins Hotel verdrückt und hatte keine Energie mehr für weitere Unternehmungen. Echt ein geiler Tag heute!
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